|
|
Hi!
Hier findet ihr ein paar Hinweise, die Einsteigern den Start in die Aquaristik vereinfachen sollen:
1. Wichtige Überlegungen
Je größer das Becken ist, desto leichter ist es zu pflegen! Ein größeres Aquarium ab ca. 80 cm Kantenlänge/ca. 112 Liter macht wesentlich weniger Arbeit als ein Becken mit 60 cm Kantenlänge (54 - 72 Liter), da es stabiler läuft und auch kleinere Anfängerfehler besser verkraftet.
Mittlerweile gibt es im Handel auch recht preiswerte 80er Komplettsets, die falls man den Platz hat, eindeutig dem 54er "Starter-Sets" vorziehen sollte.
2. Notwendiges und hilfreiches Zubehör
- Kies ODER Sand, der ca. 4 cm hoch eingestreut wird (bitte nie beides miteinander kombinieren, da es schnell zur Fäulnisbildung kommen kann)
- Wasserpflanzen (mind. 60 % der Bodenfläche sollten bepflanzt werden)
- leistungsstarker Filter (als Innen- oder Aussenfilter erhältlich)
- Heizstab (ACHTUNG! Die Wattzahl muss auf das Wasservolumen abgestimmt werden)
- Abdeckung mit Beleuchtung
- Thermometer (als Schwimm- oder Aussenklebethermometer erhältlich)
- Kescher
- Wassertestset für die wichtigsten Werte (Nitrit, Nitrat, Kh, Gh und ph)
- Steine und/oder Wurzel (beides vorher gut waschen und die Wurzel mehrere Tage im Eimer wässern, damit sie nicht im Aquarium schwimmt)
- versch. Futtersorten
- Hintergrundbild (als Folie oder selbstgemalt)
- Zeitschaltuhr
- Mehrfachsteckdose
3. Der Standort des Aquariums
Das Aquarium sollte an einem nicht zu hellem Ort, also nicht direkt am oder gegenüber eines Fensters stehen., da sich sonst schnell ein hoher Algenwuchs einstellt. Am besten kauft man einen speziellen Aquarienunterschrank, da dieser das Gewicht des gefüllten Aquariums besser trägt. Für ein 54 Liter Aquarium reicht aber auch eine sehr standfeste und stabile Kommode. Der Standort sollte sorgfältig und auf langer Zeit bedacht werden, denn ein gefülltes und eingerichtetes Aquarium lässt sich nur schwer umstellen.
Unter das Aquarium sollte auf jeden Fall eine dünne Styroporplatte oder eine spezielle Aquarienunterlage gelegt werden, um Unebenheiten auszugleichen und Glasrisse bzw. Brüche zu verhindern.
4. Das Einrichten des Aquariums
1. Das Aqaurium wird mit der entsprechenden Unterlage auf den Schrank oder die Kommode gestellt. Dann sollte man die Beschaffenheit der Silikonnähte überprüfen, um sicher zu gehen, dass sie wasserdicht sind. Wenn man möchte kann man jetzt eine Hintergrundfolie oder ähnliches an der Rückseite befestigen.
2. Der Kies/Sand wird in kleinen Portionen in Eimer gefüllt und mit warmen Wasser mehrmals gründlich durchgespült.
3. Als nächstes füllt man den Kies/Sand ins Aquarium bis der Boden von einer mind. 4 cm hohen Schicht bedeckt ist.
4. Jetzt füllt man das Wasser bis ca. zur Hälfte mit Wasser. Tipp: Wenn man einen kleinen Teller oder eine flache Schlüssel aufden Boden legt und das Wasser darüber gießt, wirbelt es den Kies/Sand nicht mehr so doll auf.
5. Die Vordergrundpflanzen und kleineren Mittelgrundpflanzen werden vorsichtig eingepflanzt. Hierzu nimmt man die Pflanzen aus dem Topf und entfernt so gut wie möglich das gelbliche Material, in dem sich die Wurzeln der Pflanzen befinden, bei Bundpflanzen muss unbedingt das Bleiband entfernt werden.
6. Der Filter und der eingestellte Heizstab werden positioniert, aber noch nicht eingeschaltet.
7. Steine, gewässerte Wurzeln und Dekomaterial werden ins Aquarium eingebracht.
8. Das Wasser wird komplett aufgefüllt.
9. Hintergrundpflanzen einpflanzen.
10. Thermometer reinhängen bzw. aussen aufkleben.
11. Abdeckung drauflegen und Filter, Beleuchtung und Heizstab einschalten.
12. Das Aquarium muss jetzt ca. 3 - 4 Wochen einlaufen. Zwischendurch sollte man immer mal wieder das Wasser testen, vorallem Nitrit und Nitrat sind wichtig und sich die Werte notieren. Wenn der Nititwert über mehrere Wochen hinweg bei Null liegt, ist der Nitritpeak überstanden.
13. Je nach Wasserwerten und Größe des Beckens kann jetzt der Besatz ausgesucht werden. Hierbei empfehle ich die Seite www.zierfischverzeichnis.de Für weitere Fragen zum Besatz stehe ich gerne zur Verfügung.
14. Der Besatz sollte nicht auf einmal eingesetzt werden, sondern erst eine Art und nach einigen Tagen dann die nächste Art, usw. Da es sonst passieren kann, dass der Nitrit- und der Nitratwert sehr stark ansteigen.
TIPPS:
Ich rate dazu, ein paar Turmdeckelschnecken (TDS) mit ins Becken zu setzen, da diese den Kies bzw. den Sand auflockern und so die Fäulnisbildung des Bodengrundes verhindern. Turmdeckelschnecken bekommt man in vielen Zooläden geschenkt oder gegen Portoerstattung von anderen Aquarianern. Für ein 54 Liter Becken reicht ein Anfangsbestand von ca. 10 - 15 TDS, für größere Becken entsprechend mehr.
5. Futter
Es gibt verschiedene Futtervarianten, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Fische abgestimmt sind:
- Flockenfutter
- speziell Futter (z.B. Aufzuchtsfutter, Guppyfutter,...
- Granulat
- Tabletten
- Lebendfutter
- Frostfutter
- Algenblätter
- Futter in Gelee
- getrocknetesFutter (z.B. Tubifex, Wasserflöhe, Daphnien)
Das Futter sollte immer in lichtundurchlässigen Verpackungen aufbewahrt werden. Ausserdem darf es nicht mit Feuchtigkeit in Verbindung kommen, da es sonst schnell schimmelt. Es empfiehlt sich, wenn man nur ein Becken oder wenige Fische hat, die Anschaffung von kleinen Futterdosengrößen. Denn bei jedem Öffnen der Futterdose und dem Entnehmen von Futterflocken, gehen Vitamine verloren. Nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums sollte das Futter nicht mehr verwendet werden, da danach kaum noch Vitamine enthält
Der Ratgeber wird noch vervollständigt.
|
|