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Europäische Wild- oder Waldkatze (Felis silvestris silvestris) |
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Diese ist eine Unterart der Wildkatzen aus der Katzenfamilie.
Im allgemeinen wird diese als Wildkatze bezeichnet.
Erscheinungsbild: die Europäische Wildkatze ist massiger und korpulenter als die uns bekannte Hauskatze. Ausgewachsen kann diese bis zu 120 cm bei einem Gewicht bis zu 8 kg werden. Sie besitzt einen dicken, relativ kurzen Schwanz, an dessen Spitze die oft typische, so genannte „Dreier-Ringelung“ zu sehen ist. Das Schwanzende ist stumpf. Die Augen sind weit auseinander liegend. An der Sohle befindet sich ein kleiner schwarzer Fleck. An den Innenseiten der Schenkel ist das Fell rötlich. Im Gesamten ist die Fellzeichnung der Wildkatze nicht kontrastreich, sondern wirkt wie ausgewaschen.
Lebensraum: Die Felis silvestris silvestris benötigt große, zusammenhängende, sowie ruhige Wälder mit Lichtungen, wobei alte Laubwälder bevorzugt werden. Die Wildkatze lebt ausnahmslos in wirklich ruhigen und intakten Wäldern mit Altholzbestand. Denn nur in so einem Wald findet die Katze alte Baumhöhlen, Fuchs-bzw. Dachsbauten, welche für die Aufzucht der Jungen von Nöten sind. Darüber hinaus ist die Wildkatze nur in ruhigen Wäldern in der Lage zu jagen. Ob ein Wald „naturnah“ ist, kann man übrigens an der Wildkatze feststellen. Im deutschen Mittelgebirge leben heutzutage wieder an die 2000 Waldkatzen, nachdem in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Waldkatze als Raubtier verschrien wurde und somit stark bejagt wurde. Teilweise führte dies zur ortsweisen Ausrottung.
Verhalten: Die Europäische Waldkatze ist ein sehr scheues Tier und Einzelgänger, was bei den meisten Katzenarten die Regel ist. Meistens ist sie sehr ortstreu. Die Jagd führt die Waldkatze als Pirschjägerin durch, dass heißt sie schleicht sich unbemerkt an die Beute heran, um diese dann durch einen Überraschungsangriff im Sprung zu packen. Nur in absoluten Ausnahmefällen hält sich die Waldkatze im Freien ohne Deckung auf. Die Größe ihres Reviers hängt vom Angebot an Beutetieren ab. Deshalb ist die Reviergröße von Gegend zu Gegend unterschiedlich. Bei optimalen Bedingungen beträgt die Größe des Reviers 2-3 Quadratkilometer. Bei schwierigen Jagdbedingungen kann die Größe auch 9 oder mehr Quadratkilometer betragen. Männchen haben in der Regel größere Reviere als Weibchen. Die Paarungszeit ist in den Monaten Januar bis März. Die Tragezeit beträgt etwa 9 Wochen, ehe die Weibchen in einem sicheren Versteck meist 2-4 Junge zur Welt bringen. Dies findet zwischen März und September statt. Die meisten Würfe kommen im April. Die Jungtiere suchen sich in einem Alter von 6-8 Monaten ihre eigenen Jagdreviere. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Sterblichkeit bei den Jungtieren sehr hoch ist. Im optimalen Fall allerdings wird eine Waldkatze 12-15 Jahre alt.
Ernährung: Bei Untersuchungen des Mageninhalts von Waldkatzen wurde festgestellt, dass diese sich zu 80% von Kleinsäugetieren (Mäuse, etc.) ernährt. Nur gelegentlich frisst sie andere Tiere, wie Vögel, Wildkaninchen, Frösche oder Insekten. Vegetarische Nahrung kommt nur in der Not in Frage.
__________________ man sollte vor dem tier genauso viel achtung haben wie vor dem menschen!
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