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Giardien bei Hund und Katze |
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Die Studien, von denen dieser Text spricht, will ich erst sehen, also mit Methoden- und Ergebnisteil!
Warum?
Weil Kinder, die von Kindesbeinen an im Dreck spielen, mit Rindern und Schafen zusammen im Stall nächtigen etc, eben weniger Allergien etc aufweisen wie Kinder, die in Städten ohne Tiere leben. Außerdem paßt es einfach nicht damiit zusammen, daß man die meisten asthmatischen Kinder und Co ausgerechnet bei Nichttierhaltern findet ...
Weiterhin, wie kann man vorbeugend einen Hund oder ne Katz entwurmen?
Schon mal was von Resistenzen gehört?
Mal ganz davon abgesehen, wenn Hund oder Katz entwurmt werden und nur ne Woche später an irgendwelchem Kot riechen, wo Haken-, Spul- oder sonstige Würmer drin sind, haben sie die wieder ... wem ist denn damit geholfen?
Dem Tier sicherlich nicht, denn alle diese kleinen Wurmmittelchen sind gar nicht mal so harmlos, wie gern dargestellt ... sie belasten Leber und Niere stark.
Der einzigst vernünftige Satz, den ich in dem ganzen Text gefunden hab:
| Zitat: |
Eine kohlenhydratreiche Nahrung fördert das Auftreten klinischer Symptome (Rommel 2000).
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Ok ... wo ist eine kohlenhydratreiche Ernährung artgemäß für eine Katze?
Sollte man da nicht lieber für ein Futter sorgen, was eben keine Kohlenhydrate enthält?
Giardien ist eine Faktorenkrankheit, man kann sich nicht vor Giardien schützen. Man nimmt sie auf mit kontaminiertem Essen, wenn man irgendwo in Teichen und Seen baden geht, sie tummeln sich besonders viel in Wasserreservoiren von Campingplätzen und Hotels und bei vielen südamerikanischen Nagern wie Degu und Chinchilla sind sie auch noch im Darm heimisch, zwar meist unterhalb der Nachweisgrenze, aber doch immer noch so viele, daß sie genau wie beim Kaninchen die Kokzidien sich explosionsartig vermehren, wenn es dem Tier anfängt schlecht zu gehen (z. B. durch Haltungsfehler oder falscher Ernährung oder aber durch eine andere Krankheit). Auch Menschen erkranken nur an Giardiose, wenn das Immunsystem anderweitig gestört ist (z. B. AIDS, aber auch eine gleichzeitige Ansteckung durch andere Darmerkrankungen und Giardien, wie es sehr häufig durch belastetes Trinkwasser passiert)
Dazu kommt, Fenbendazol, was so wahnsinnig empfohlen wird in diesem Artikel, hilft in den meisten Fällen nicht ... viele Chinchillabesitzer, die ihre Chins mit Fenbendazol zu Tode therapiert hatten, und immer noch Giardien da waren, können hier ein Lied singen.
Für mich liest sich das wie ein Werbetext für Panacur ... genauso informativ wie Zahnpastawerbung ...
Hier mal ein medizinischer Text dazu ... bitte genau durchlesen ...
Giardia lamblia
Wo steht da was über die im Werbetext von Vetion.de hohe Ansteckungsgefahr durch Hund und Katz?
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01.08.2008 23:57 |
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Tatsächlich, der Vetion-Artikel beginnt mit dem Hinweis:
"Mit freundlicher Unterstützung von Intervet" (Hersteller vom Medikament Panacur mit dem Wirkstoff Fenbendazol)
Aber immerhin, es ist deutlich kenntlich gemacht.
Zum anderen bietet das Thema ebenfalls den Link, den Murx hier als Alternative eingestellt hat.
Ich wollte aber was ganz anderes ansprechen:
| Zitat: |
Original von Murx Pickwick
Weiterhin, wie kann man vorbeugend einen Hund oder ne Katz entwurmen?
Schon mal was von Resistenzen gehört?
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Eigentlich bin ich über diese Aussage gestolpert, weil wir bei den Kaninchen mal überlegt haben, ob nun eine Möglichkeit zur Resistenz der Erreger von der Enzephalitozoonose (Bekämpfung halt auch mit dem Wirkstoff Fenbendazol) erwiesen ist oder es nur Vermutungen sind.
(Falls dazu jemand was genaues weiß...
http://www.dasheimtierforum.de/thread,po....html#post73617 )
Ist denn also für Giardien nachgewiesen, daß sie ebenso wie Bakterien relativ schnell Resistenzen bilden können? Also meinetwegen nach Monaten? Wenn ich jetzt richtig geguckt habe, gehören die Erreger zu den einzelligen Geißeltierchen, aber nicht zu den Bakterien.
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02.08.2008 13:38 |
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Fenbendazol schafft es zwar, ein Übermaß an Giardien auf ein Normalmaß zu reduzieren, aber da Giardien eben nicht zu 100% von Fenbendazol erfaßt werden, ist es müßig, darüber zu reden, ob da Resistenzen entwickelt werden oder nicht ... wird oft mit Fenbendazol behandelt, überleben eh nur die Giardien, die sich so im Körper verstecken können, daß sie von Fenbendazol nicht erreicht werden können. Eine Resistenz in dem Sinne ist das nicht - aber die Wirkung von Fenbendazol ist trotzdem nach häufiger Behandlung gleich null.
Gerade bei Giardien ist also die Ursachenforschung wichtig - Giardien treten nur im Übermaß auf, wenn was anderes im Argen ist. Hat man die eigentliche Ursache für die Immunschwäche gefunden und stellt die ab, verschwindet auch Giardiose ... hat man es jedoch mit Krankheiten zu tun, die man ihrerseits nicht wirklich bekämpfen kann, wie chronischer Kaninchenschnupfen beim Kaninchen oder Aids beim Menschen, muß man zwangsweise behandeln ... und in solchen Fällen ist oftmals die Kombination verschiedener Mittelchen, die zum Erfolg führen. Auch wenn der Werbetext das so suggerieren will, es gibt nicht nur Fenbendazol gegen Giardien. Da eh im Heimtierbereich Medikamente für Menschen in Anwendung sind, sollte der TA hier genügend Auswahl haben.
Besonders schwierig ist das Thema Giardiose bei Katzen ... eigentlich ist die Behandlung recht einfach, kein Streß durch Vergesellschaftungsversuche mit fremden Katzen, Umstellung der Fütterung auf roh oder auf ein hochwertiges Futter ohne Kohlenhydrate und die Giardiose verschwindet. Nur - welcher Katzenhalter ist dazu bereit, eine derartig krasse Nahrungsumstellung zu machen?
Vor allem, wenn er erfährt, daß er nun das vier- bis fünffache an Futterkosten hat oder aber eklig rohes Fleisch füttern soll? Oder sich gar mit Barf auseinandersetzen soll?
Weiterhin gibt es eine Menge Katzen mit eh schon angeschlagenen Immunsystem, sei es durch Futtermittelunverträglichkeiten, durch genetische Fehler oder durch noch nicht bekannte Krankheiten mit ähnlichen Auswirkungen wie AIDS beim Menschen - wie erkennt man solche Katzen? Was ist da die Günstigste Behandlung?
Das ist dann oft Detektivarbeit von TA und Halter, hier nen optimalen Weg zwischen Behandlung und Optimierung der Haltungsbedingungen zu finden.
Das symptomlose Auftreten von Giardien dagegen braucht nicht behandelt werden, es sollte jedoch trotzdem geschaut werden, wo die Ursache der offensichtlich gewordenen Immunschwäche liegt (ist oft die Ernährung, aber auch Streß, wie bei Umzügen, kann Ursache einer Vermehrung von Giardien sein, oder aber, selbst hier in Deutschland, verseuchtes Wasser.)
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02.08.2008 16:49 |
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