Heimtierforum.de

Registrierung Registrieren  Portal Portal   Links   Verlinkt uns!  Suche Suchen  Häufig gestellte Fragen FAQ  Zur Startseite Übersicht
 
Galerie | Statistik | UserKarte| Kalender | Mitglieder | Team

Heimtierforum.de » Allgemeiner Bereich für alle Heimtiere » Umweltschutz -Tierschutz + tierische Nachrichten » Animal Hoarding » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Animal Hoarding
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
kichwa   Zeige kichwa auf Karte
Administrator


images/avatars/avatar-178.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 19.02.2006
Beiträge: 3.937

:richtig Animal Hoarding Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hab Ihr Euch schon einmal mit dem Problem befasst?

Hier eine ganz gute Zusammenfassung

Frauenkrankheit Animal Hoarding
Animal Hoarding - Kurzdarstellung
Tierhortung (Wikipedia)

Beispiele:

Pommersdorf

__________________
Viele Grüße,
Christina


25.02.2008 17:24 kichwa ist offline E-Mail an kichwa senden Homepage von kichwa Beiträge von kichwa suchen Nehmen Sie kichwa in Ihre Freundesliste auf
Shiny   Zeige Shiny auf Karte
Jungspund


images/avatars/avatar-581.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 13.04.2006
Beiträge: 101

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Huhu,

ja haben wir. Mein Mann war für kurze Zeit der Meinung, dass wir auch Animal Hoarding betreiben. Nachdem ich mir im Internet Infos rausgesucht hatte und mit meinem Mann dies besprach, merkte er, dass wir kein Animal Hoarding betreiben.

Denn einige Punkte sprechen da bei uns gegen:

- Aquarium - 200 Liter nur 2 Pärchen Honigguramis ebenfalls passende Anzahl Bodenbewohner (auf die Bedürfnisse der Fische abgestimmt).

- Die Chins haben große Käfige, so groß wie es das Zimmer zulässt. Ich mache mir Gedanken über deren Ernährung, und stelle daher auf naturnahe Ernährung um. Ich bringe meine Tiere zum Tierarzt, wenn dieser gebraucht wird.

Ich finde Animal Hoarding zum einen erschreckend, aber andererseits ist es doch faszinierend, wie sowas entstehen kann.

__________________
Grüße Kordi

Bei uns wohnen 15 Chins

7 Beige, 5 Standards, 1 Ebony Hetero, 1 Beigeschecke, 1 Apricot
25.02.2008 17:55 Shiny ist offline E-Mail an Shiny senden Homepage von Shiny Beiträge von Shiny suchen Nehmen Sie Shiny in Ihre Freundesliste auf
kichwa   Zeige kichwa auf Karte
Administrator


images/avatars/avatar-178.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 19.02.2006
Beiträge: 3.937

Themenstarter Thema begonnen von kichwa
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Huhu,

ich glaube das beginnt zunächst immer unter dem Tragmantel des eigentlich guten Tierschutzgedankens. Irgendwann wird man der Lage auf Grund der Anzahl von Nottieren nicht mehr Herr. Wenn man weitere Tiere ablehnt fühl man sich schlecht und nimmt über seine Kapazitäten auf.

Ich glaube in einem gewissen (noch tragbaren) frühen Stadium befindet man sich bereits, wenn man Bad, Küche und insbesondere Schlafzimmer für Nottiere zur Verfügung stellt oder Nottieren zunehmend weniger Platz geboten wird, damit mehr aufgenommen werden können und die Unterbringung dann nicht mehr artentsprechend abgesichert werden kann. Eigentlich geht es bereits dann los, wenn Nottieren weniger Platz zugebilligt wird als den eigenen festen Tieren. Allerdings ist das alles noch wie bereits angesprochen in tragbarem Rahmen und normal, sofern es gewisse Grenzen nicht übersteigt.

__________________
Viele Grüße,
Christina


25.02.2008 18:04 kichwa ist offline E-Mail an kichwa senden Homepage von kichwa Beiträge von kichwa suchen Nehmen Sie kichwa in Ihre Freundesliste auf
happychins
Küken


images/avatars/avatar-700.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 30.12.2007
Beiträge: 54

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hi,

ich habe das Thema ja selbst hier im Forum im Zusammenhang mit den so genannten Päppelstationen bereits angesprochen.

Da ich nur Chinchillas halte, spreche ich jetzt mal von diesem Bereich.

Es geht mir einfach nicht in den Kopf, wie ein (aus der Luft gegriffenes Beispiel) arbeitsloser Dauerstudent 60 - 70 kranke Tiere in einer 3-Zimmer-Wohnung artgerecht halten UND behandeln will. Alleine, wohlgemerkt. Und diese 60, 70 Tiere wohnen da nicht mal eben 2 Wochen, sondern die Zahl der Tiere ist dauerhaft gleich hoch.

Ich kenne durchaus Menschen mit 60 Chins, doch da kümmern sich im Regelfall mindestens 2 Leute drum, und die meisten Tiere sind gesund.

Es gibt jedoch Einrichtungen, die gezielt kranke Tiere aufsammeln um sie zu "retten". Nun wissen wir aber alle, dass Chinchillas sensible Tiere sind, die vor allem eins brauchen: Ruhe und Platz.
Wenn man dann auch noch die Online-Zeiten und die diversen Foren- und HP-Auftritte mancher Personen verfolgt, frägt man sich, in welchen Zeiträumen die Tiere versorgt werden. Von Auslauf können sie nur träumen....
Dass dem Menschen dann kaum Zeit für soziale Kontakte mit ARTGENOSSEN - ja, richtig, mit Menschen - bleibt, liegt auf der Hand.
Guckt man mal ein wenig genauer, sieht man Chinchillas, die in Hamsterkäfigen gestapelt werden - soll das wirklich positiv sein?

Da frag ich mich - wie soll das gehen in einer so kleinen Wohung? Wie muss das dort aussehen, wie muss das dort riechen.

Die Tiere können nicht weinen, betteln, bitten, Vorwürfe machen. Und so sieht man diese Tiere als Freunde, die sich nicht gegen einen stellen und dankbar sind.
Das ist krank. Und gehört behandelt und nicht via Internet propagiert und mit Spenden (für die es nichtmal Quittungen gibt) belohnt.

Ich habe selbst immer wieder mal den ein oder anderen Notfall aufgenommen und kann aus eigener Erfahrung sagen: Wenn man 1 - 2 wirklich kranke Tiere dabei hat, stößt man schnell an seine Grenzen. Psychisch, finanziell und vor allem auch zeitlich.

Daher für mich ganz ehrlich: Ich halte einen Großteil solcher Päppelstationen für das beste Beispiel zum Thema Animal Hoarding.
Da schlägt vor allem auch das Samariter-Syndrom durch, alles mögliche retten zu wollen. Dass den Tieren damit teilweise schlimmere Lebensbedindungen als vorher drohen, will man sich partout nicht sagen lassen und argumentiert sehr unsachlich dagegen an. Ich habe damals ganz deutlich gesagt, ich nehme Notfälle auf, aber nur wenn ich den Tieren gerecht werden kann. Das heißt für mich:
Großer Käfig, Ansprache, TA-Gänge wenn nötig, Auslauf. Mit 16 Tieren stieß ich damit an meine Grenzen (wobei ich auch berufstätig bin).

Meine Meinung...die sicher nicht jeder nachvollziehen kann und will.

__________________
Liebe Grüße
Bianca mit 5 Terrorkugeln
26.02.2008 14:23 happychins ist offline E-Mail an happychins senden Homepage von happychins Beiträge von happychins suchen Nehmen Sie happychins in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie happychins in Ihre Kontaktliste ein
Wildlifepark   Zeige Wildlifepark auf Karte
Flügge


images/avatars/avatar-452.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 20.11.2006
Beiträge: 385

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wir haben ja auch viele Tiere ganz genau genommen sind es 58 Reptilien, Ratten, Mäuse, Igel, Hund, Katze die alle nach ihren Bedürfnissen und weit über den Mindestmaßen gehalten werden.
Sie bekommen alle gutes und naturnahes Futter und täglichen auslauf (auf die jeweilige Art abgestimmt)
Wir haben immer ein Plätzchen für Notfälle frei aber darunter müssen weder unsere Tiere, noch wir und schon gar nicht die Notfälle leiden. Denen soll es ja schließlich wesentlich besser gehen als vorher bzw. nicht schlechter (wenn sie aus guter Haltung kommen)
Aber dennoch stehe ich vielen Tierschutzvereinen und organisationen Kritisch gegenüber.

Unser Tierheim stellt auch die sinnlosesten Auflagen um einen Hund oder eine Katze zu bekommen, aber kleintieren sind ihnen äußerst egal! Wohnt man zb. im 1 Stock bekommt man keinen Hund, den Hunde sollten laut deren Ansicht keine Treppen steigen! wenn man eine Katze möchte, muss man seine Fenster mit 4 Kantdraht vergittern, den eine Katze könnte ja mit vollen anlauf aus dem Fenster springen (absichtlich...) *klatschdiehandvordiestirn*
Von unseren tollen Zoo ganz zu schweigen... die Gehege erfüllen nicht im geringsten die Mindestmaße und auch die Tierzahlen in diesen sind teilweise extrem!
Naja dann gibts auch noch eine Katzentante die alle möglichen Katzen aufnimmt und auch gut über 80 Katzen beherbergt...

Ich denke das das Problem auch zu einem Teil bei den zuständigen Ämtern liegt, die nicht tätig werden auch bei vermehrten, klaren und eindeutigen Anzeigen/Hinweisen.

__________________
Liebe Grüße von Janine mit dem felligen, stacheligen und schuppigen Anhang! zwinker
26.02.2008 20:38 Wildlifepark ist offline E-Mail an Wildlifepark senden Homepage von Wildlifepark Beiträge von Wildlifepark suchen Nehmen Sie Wildlifepark in Ihre Freundesliste auf
Bri
Boardbaby

[meine Galerie]


Dabei seit: 22.07.2006
Beiträge: 2

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo!

Da ich selbst Tierpflegerin bin, hab ich solche Fälle von Animal Hoarding life miterlebt... Vielleicht hat zum Beispiel der ein oder andre von den 400 Ratten im Tierheim München Riem gelesen oder gehört... Das war ja auch so ein Fall und nur einer von vielen....

Ich selbst habe ca. 80 -90 Tiere da. Varierend je nach Anzahl der Notfalltiere. Man muss aber bei uns klar sagen, dass wir
1. ein großes Haus und einen großen Garten haben
und
2. 6 Leute sind, die sich alle mit um die Tiere kümmern. Aber selbst wir sagen, dass wir jetzt langsam an unsre Grenzen stoßen und wirklich nur noch schlimmste Notfälle aufnehmen....

Das das etwas mit Animal Hoarding zu tun haben soll, wie es hier wohl teils die Meinung ist, seh ich nicht so. Denn es ist kontrolliert gehalten und in großen Volieren, Freiläufen ect. Unsre Meerschweinchen haben zum Beispiel keine Käfighaltung wie man ja auch auf meiner Homepage erkennen kann.... Dort wird gut deutlich, dass nicht jeder gleich der viele Tiere hat Animal Hoarding betreibt....

Gruß
Cora
26.02.2008 21:46 Bri ist offline E-Mail an Bri senden Beiträge von Bri suchen Nehmen Sie Bri in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Bri anzeigen
Berlinhedgies   Zeige Berlinhedgies auf Karte
Igel, Terraristik, Hunde


images/avatars/avatar-670.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 17.04.2006
Beiträge: 1.316

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo ihr Lieben!

Ich denke nicht, dass hier verallgemeinert wird. Sicher könnte man denken: viele Tiere= animal hoarding...aber das ist ja nicht gleich immer so!
Wie happychins sehr gut erklärt geht es ja auch darum, was und in welcher Form ich den Tieren bieten kann! Ich kann wie wildlifeparadies und Brie gut erklärt haben auch viele Tiere artgerecht halten und versorgen! Nur sollte man auch die nötigen Ressourcen wie Platz, Erfahrung, Hilfe, Unterbringungsmöglichkeiten usw dafür haben!
Wir haben auch viele Tiere, aber auch genügend Platz für große Käfige, Terrarien, sogar eigene Räume...und wir sind zu Zweit und gleichermaßen erfahren und engagiert! Das sollte schon der Fall sein!
Aber das Beispiel von happychins finde ich schon sehr treffend! Da sollte man mal genauer hinschauen! Dann merkt man, dass da nicht immer was stimmen kann!

LG

__________________
LG Kitty stachler  
Freie Beraterin in Igelfragen!!!
www.ehce-ev.com
27.02.2008 00:36 Berlinhedgies ist offline E-Mail an Berlinhedgies senden Homepage von Berlinhedgies Beiträge von Berlinhedgies suchen Nehmen Sie Berlinhedgies in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Berlinhedgies in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von Berlinhedgies anzeigen
munichchins
Küken

[meine Galerie]


Dabei seit: 08.01.2008
Beiträge: 22

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo

also gerade im Bereich Tierschutz ist das Symptom des Animal Hoarding bzw. Tiermessies schon auffallend häufig vertreten – darum muss man gerade da sehr gründlich und Vorsichtig bei der Abgabe von Tieren sein. Wobei ich mal behaupten würde dass viele Leute noch nicht wirkliches Animal Hoarding gesehen haben. Viele Tiere sind eine Sache, aber nur um mal ein Beispiel zu nennen: Ich habe es bei unseren Vorkontrollen schon erlebt, dass Leute Tiere in Pappkartons gehalten haben weil kein Käfig vorhanden war...

Die Grenzen zum Animal Hoarding sind meist fließend. Die Zahl der Tiere, die Anzahl der Zimmer in einer Wohnung, die Onlinezeiten oder der Beruf sind allerdings kein Erkennungsmerkmal für die qualitative Versorgung der Tiere: 80 Meerscheinchen und Kaninchen können auch von zwei Leuten gut versorgt werden, wenn sie alle kastriert und in wenigen großen Gruppen in einem Freigelände unter gebracht sind. Sind die gleichen Tiere nicht kastriert und in 2er Gruppen in der Wohnung untergebracht, sieht es schon ganz anders aus.10 Kaninchen sind etwa so pflegeaufwändig wie 50 Chinchillas u.s.w… Darum lässt sich so etwas nur in jedem Fall individuell und vor allem "live" beurteilen.

Darum wäre ich auch mit solchen theoretischen Beispielen und Vermutungen in Diskussionen wie dieser immer sehr vorsichtig. Erstens weil es sich natürlich um stilisierte Extrembeispiele handelt die es ja in der Realität nicht gibt (ich kenne zumindest weder einen Studenten noch einen anderen Arbeitslosen, der/die sich alleine um 70 kranke Chinchillas kümmert zwinker ) und zweitens weil sich die Diskussionspartner ja selten kennen. Und nur von Bildern, Onlinezeiten oder Webverhalten auf die Situation, Zustand und Tierversorgung einer Notfallstation oder eines Tierhalters zu schließen, die möglicherweise hunderte von Kilometern entfernt ist, das führt natürlich automatisch zu einem verzerrten (und voreingenommenen) Bild.

Animal Hoarding ist definitiv ein Problem, besonders im Tierschutz, und auch viel größer, als man es auf den ersten Blick vermutet. Nur was sind die Grenzen zwischen Tiermessie und normalem Halter – in der Definition liegt das Problem.
Ich persönlich sehe z.B. die Tierzahl nicht als Erkennungsmerkmal, schon eher die Anzahl der unterschiedlichen Rassen. Auch das genannten Beispiel der Käfiggrößen – ich sehe es als durchaus legitim an, dass Vermittlungstiere kleinere Käfige bekommen als die eigenen "Dauergäste" und versuche das z.B. bei mir nach Möglichkeit auch so zu handhaben. Umgekehrt würde ich eine dauerhafte Belegung aller Räume in der Wohnung auch als kritisch ansehen.

Ich denke entscheidend ist immer:

Wieviele Tiere leben auf welchem Raum?
Werden alle Tiere medizinisch versorgt?
Sind alle Geschlechter getrennt?
Wie ist das Verhältnis Aufnahme / Abgabe?
Wie schnell steigt/stieg die Anzahl der Tiere?
Gibt es tierfreie Bereiche im Lebensraum?

Das sind Kennzeichen für eine Tendenz zum Animal Hoarding – aber eben wieder nur nach meiner persönlichen Meinung.

__________________
Grüße,
Matthias

http://www.chinchillahilfe.de
27.02.2008 01:42 munichchins ist offline E-Mail an munichchins senden Beiträge von munichchins suchen Nehmen Sie munichchins in Ihre Freundesliste auf
happychins
Küken


images/avatars/avatar-700.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 30.12.2007
Beiträge: 54

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Moin,

na, da habe ich wieder was losgetreten hier ;)

Wie Matthias schon sagt, mein Beispiel war aus der Luft gegriffen.

2 "Päppelstationen" kenne ich persönlich.

Und da das Thema Animal Hoarding für manche wo anders beginnt, als bei anderen, wird es immer schwer sein, auf einen Nenner zu kommen.

Bri schreibt, 6 Leute kümmern sich um die Tiere. Da ist mit Sicherheit eine bessere Versorgung geboten, als alleine.

Ich hab einfach einen anderen Maßstab an die Tierhaltung, vor allem Exotenhaltung und noch gehören Chins für mich ein bisschen dazu. Ich mag kein Chinchilla in einen Hasenkäfig sperren, nur damit es "gerettet" wird. Wie lange soll es dort warten auf Vermittlung? Ich habe hier oben einen Kandidaten sitzen, der rastet aus, wenn er kleine Käfige sieht...der schlägt mit dem Kopf gegens Gitter! Ich mag meine Notfälle auch abends nicht abfüttern, sondern wie mit jedem Tier Auslauf haben, spielen, beobachten, etc. Versteht ihr, was ich meine?

Die weiteren Punkte hat Matthias schon gut aufgelistet und hier teile ich seine Ansicht weitestgehend.

Hinzu kommt, ich habe ein Haus, einen Mann, 10 Chins, einen Hasen, 2 Jobs....ganz andere Zeitverhältnisse für die Tiere als bei jemandem der nicht arbeitet. Und nein, mein Mann hilft mir nicht bei den Tieren, weil ihn die Chins absoult nicht interessieren.

Für mich PERSÖNLICH macht Notfall-Hilfe solange Sinn, solange ich den Notfällen eine ähnliche gute und aufmerksame Haltung bieten kann, wie ich es meinen eigenen Stammtieren bieten kann.

Daher habe ich vielleicht eine andere Ansicht zu diesem Thema, als viele. Möglich.

Ich kenne z.B. auch eine Dame, die alleine ca. 30 Chins hält. 2,5 oder 3 (?) Zimmer-Wohung. Soweit, sogut. Bei jedem privaten Schicksalschlag, den die Dame erleidet, werden allerdings neue Tierchen eingekauft. Meist arme Seelen, um sagen zu können "jetzt hab ich einen gerettet, jetzt geht es mir wieder besser". Das wirkt auf mich wie Frustshoppen! Nur, Tiere leben....und das wäre z.B. für mich ein Fall von Animal Hoarding.
Man muss ja nicht immer ins Extrem gehen, mit 400 Tieren etc.
Animal Hoarding hat bekanntlich auch leichte Verlaufsformen, die eben nicht so offensichtlich erkannt werden können.

So...ansonsten ist mir noch zu früh am Morgen, um mir jetzt was wirkich sinnvolles zu schreiben *gähn*

Nebenbei sei gesagt, dass ich es sehr angenehm finde, dass man dieses Thema hier normal und ruhig diskutieren kann, ohne dass es Streit gibt. Freut mich ;) hab ich schon anders erlebt.

__________________
Liebe Grüße
Bianca mit 5 Terrorkugeln

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von happychins: 27.02.2008 07:57.

27.02.2008 07:56 happychins ist offline E-Mail an happychins senden Homepage von happychins Beiträge von happychins suchen Nehmen Sie happychins in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie happychins in Ihre Kontaktliste ein
munichchins
Küken

[meine Galerie]


Dabei seit: 08.01.2008
Beiträge: 22

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Guten Morgen,

Ich denke bei den Haltungsbedingungen wird es immer unterschiedliche Meinungen geben. Es geht für die Definition auch nicht um die Käfiggrößen, es geht immer darum wie lange die Tiere da drinnen sind. Wir haben ja bei unserer Zuchtauflösung auch einen großen Teil der Tiere zuerst auf Kaninchenkäfige verteilt – das ist gar nicht anders zu machen und diese Käfigart ist die einzige, die in großen Mengen gut zu verwenden sind (zerlegbar, stapelbar, gut zu transportieren etc.). Die meisten der Pflegestationen haben inzwischen die Käfige aber schon durch größere ersetzt.
Die Gefahr und die Anzeichen von Animal Hoarding liegen immer darin, dass solche "Provisorien" zum Standard und aufgrund von (meistens) Geld- und Zeitmangel dann dauerhaft verwendet werden.

Zitat:
Für mich PERSÖNLICH macht Notfall-Hilfe solange Sinn, solange ich den Notfällen eine ähnliche gute und aufmerksame Haltung bieten kann, wie ich es meinen eigenen Stammtieren bieten kann.


Das ist natürlich die Idealvorstellung, die in der Praxis nicht oder nur teilweise funktioniert: Ich darf als Notfallstation natürlich nicht nach Tieren suchen, aber ich kann sie auch nur schwer ablehnen, wenn sie mir vor die Tür gestellt werden – ich kann sie ja schlecht da stehen lassen. Du je größer der Bekanntschaftsgrad der Notfallstation ist, desto häufiger kommt das vor. Wichtig ist einfach, dass jede Abgabe hinterfragt und nach Alternativen gesucht wird und die Tiere nicht einfach ohne Fragen genommen werden. Eine abgwendete Abgabe ist fast immer besser.

Ein Kennzeichen für Animal Hoarding habe ich im letzten Beitrag nicht genannt, wobei es eigentlich das wichtigste ist: Das "nur ich kann es machen" Verhalten.
Ein Animal Hoarder läuft den Notfalltieren regelrecht hinterher, sammelt sie ein und ist der festen Überzeugung, nur er/sie kann die Tiere gut versorgen (Das führt auch wieder dazu, dass die Tiere nicht abgegeben werden weil die anderen ja nicht gut genug dafür sorgen).

Darum sind vermutlich auch Alleinstehende höher gefährdet und darum ist es auch so wichtig, dass Tierschutzprojekte nicht alleine betreut werden (Mal als Beispiel: Ich selbst mache fast keine Vorgespräche für die Tiere, die ich abgebe. Alle unsere Vorgespräche werden von einer Person gemacht, die die Tiere aber nicht selbst betreut. Einmal organisatorisch besser und vier Augen sehen mehr, andererseits wird so auch verhindert, dass eine Pflegestation sich auf Ihren Tieren festsetzt)

Wirklich entscheidend für die Grenze von "vielen Tieren" zum Animal Hoarding ist ja eigentlich die psychische Komponenten: Wenn ich Tiere als "Ersatzbefriedigung" für persönliche Defizite zu mir nehme, dann wird es gefährlich. Das beschriebene Beispiel geht da sicher in diese Richtung. Das ist dann vermutlich auch schon mehr als nur Frustshoppen und natürlich nicht mehr im Sinn der Tiere.

__________________
Grüße,
Matthias

http://www.chinchillahilfe.de

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von munichchins: 28.02.2008 09:32.

28.02.2008 09:14 munichchins ist offline E-Mail an munichchins senden Beiträge von munichchins suchen Nehmen Sie munichchins in Ihre Freundesliste auf
Plüschbein
Flügge


images/avatars/avatar-491.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 02.02.2007
Beiträge: 393

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das ganze ist ein sehr interessantes Thema.

Ich halte es für sehr schwierig, Kriterien zur Bestimmung von "animal hoarding" festzulegen. Außerdem kann man es kaum als klar abgrenzbaren Bereich definieren. Bei einigen Leuten trifft es sicher schon bei deutlich weniger als 50 Tieren zu, schließlich haben unterschiedliche Tierarten und Individuen ja auch sehr unterschiedliche Ansprüche. Man sollte wohl - wie schon geschrieben - die Umstände der Tierhaltung (Wohnungsgröße, Pflegeaufwand, Unterbringung) unbedingt individuell berücksichtigen.

Ich würde daher wohl hauptsächlich nach dem Zustand der Tiere urteilen...

Allerdings glaube ich, daß es, bevor es zu den krassen Fällen, die in der Presse waren, kommt, es Vorstufen gibt, die sehr schnell ausufern können, aber nicht müssen.
Ich betrachte mal mich selbst als Beispiel:
Ich habe mich auch schon als Pflegestelle für einen Kaninchennotfall gemeldet, und kann mir vorstellen, daß es sehr schwer gewesen wäre, eine Kaninchendame mit ihrem Wurf komplett weiter zu vermitteln. Vielleicht hätte ich zwei behalten... Dann wäre der nächste Notfall gekommen...
Meine Wohnung hat 42qm, ich wohne hier mit zwei Kaninchen. Ich kann mir vorstellen, mich gut um vier Kaninchen zu kümmern, aber irgendwie würde ich da schon fast irgendwie "zwischen den Tieren" wohnen, das möchte ich nicht.

Ich vermute, es sind viele Menschen sehr nah dran am animal hoarding, näher, als sie eingestehen würden. Aber das unterliegt, wie man schon an dieser Diskussion sieht, unterschiedlichen Betrachtungsweisen.

Zu den Gründen, die meine Laienüberlegung darstellen zwinker :
Ich stelle mir Menschen vor, die nach einer Tätigkeit "suchen", um sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen. Dadurch müssen eigene Probleme weder gesehen noch angepackt werden. Einige Menschen würden dazu tendieren, Workaholic zu werden, andere geraten in eine (andere) Sucht, je nach den persönlichen Erfahrungen, die im Leben schon gemacht wurden. Jemand aus einer Familie mit einem Alkoholkranken wird wohl eher auch trinken, als sich plötzlich Tieren zuzuwenden, jemand mit positiven Erfahrung mit Tieren allerdings schon.
Beim animal hoarding denk ich an Menschen, die etwas für andere tun wollen und dabei so eine Art "Helfersyndrom" entwickeln. Dies hilft weder ihnen, weil sie sich dabei selbst vernachlässigen, noch den zu helfenden, weil es den "Helfern" nur um die Befriedigung ihes Bedürfnisses geht, nicht wirklich um die Hilfe für ein konkretes Individuum.

LG, Tina
28.02.2008 13:50 Plüschbein ist offline E-Mail an Plüschbein senden Beiträge von Plüschbein suchen Nehmen Sie Plüschbein in Ihre Freundesliste auf
Rapunzel   Zeige Rapunzel auf Karte
Küken


images/avatars/avatar-828.gif
[meine Galerie]


Dabei seit: 29.01.2009
Beiträge: 33

Checkliste: Animal Hoarding Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Da das Thema leider allerweil sehr verbreitet ist, möchte ich euch einmal eine "Checkliste" vom Dt. Tierschutzbund vorstellen, die aufzeigt, wie man evtl. ANIMAL HOARDING, das horten von Tieren erkennen kann.

Zur Checkliste

__________________
Liebe Grüße Rapunzel
05.03.2009 08:56 Rapunzel ist offline Beiträge von Rapunzel suchen Nehmen Sie Rapunzel in Ihre Freundesliste auf
Bastet
Boardbaby

[meine Galerie]


Dabei seit: 02.05.2009
Beiträge: 11

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Vor kurzem lief irgendwo im Fernsehen ein Bericht darüber, da hatten sie 3 Beispielfälle von animal hoarding. Furchtbar mitanzusehen, wie die Tiere, aber auch die Menschen dort gehaust haben...

Ich finde es erschreckend, dass viele Menschen im Umfeld davon gewusst haben, aber nichts dagegen unternommen haben. Eine Frau, die unzählige Katzen in ihrer Wohnung hielt, und der die Aufgabe über den Kopf gewachsen war, hatte sogar eine Pflegerin, die davon wusste, aber die das Essen für sie nur noch unten abgestellt hatte, weil sie nicht in die stinkende Wohnung wollte. Aber anstatt das ganze einer Behörde zu melden, ignoriert man es einfach. Das macht mich richtig wütend!

__________________
Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
Christian Morgenstern

03.05.2009 14:43 Bastet ist offline E-Mail an Bastet senden Beiträge von Bastet suchen Nehmen Sie Bastet in Ihre Freundesliste auf
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Heimtierforum.de » Allgemeiner Bereich für alle Heimtiere » Umweltschutz -Tierschutz + tierische Nachrichten » Animal Hoarding

Views heute: 7.966 | Views gestern: 15.467 | Views gesamt: 29.259.891

Impressum  | Sitemap



Forensoftware: Burning Board 2.3.6 pl2, entwickelt von WoltLab GmbH
DB: 68.821s | DB-Abfragen: 49 | Gesamt: 0.567s | PHP: -12037.74% | SQL: 12137.74%